Geothermie als innovative Wärmeversorgung überzeugt Bauträger

Montag, 23. Januar 2012
Neues Mehrfamilienhaus am Sperberweg wird mit Geothermie beheizt

Neues Mehrfamilienhaus am Sperberweg wird mit Geothermie beheizt

v.l.n.r.) Fritz Irsigler (Irsigler Wohnbau GmbHi) und Thomas Stockerl (GTU AG) im Technikraum des neuen Wohnhauses Sperberweg freuen sich über die ordnungsgemäß funktionierende Übergabestation für die geothermische Fernwärmeversorgung

v.l.n.r.) Fritz Irsigler (Irsigler Wohnbau GmbHi) und Thomas Stockerl (GTU AG) im Technikraum des neuen Wohnhauses Sperberweg freuen sich über die ordnungsgemäß funktionierende Übergabestation für die geothermische Fernwärmeversorgung

Die Nachfrage nach der Klima schonenden und umweltfreundlichen Geothermie als alternative und zukunftsorientierte Wärmeenergieversorgung in Unterschleißheim ist enorm und dauert mit noch steigender Tendenz an. 
So wird im März das neue Mehrfamilienhaus mit insgesamt sechs 3- und4-Zimmer-Wohnungen in bester Wohnlage am Sperberweg im Stadtteil Alt-Hollern fertiggestellt als wiederum sehr erfolgreiches Wohnbau-Projekt der in Unterschleißheim ansässigen Irsigler Wohnbau GmbH.
Die Stadt und deren Eigengesellschaft GTU Geothermie AG freuen sich dabei auch über die kluge Entscheidung des Bauträgers, diesen attraktiven Neubau an die energieeffiziente und damit Klima schonende Fernwärmeversorgung der Unterschleißheimer Geothermie anzuschließen.
Bei einem kürzlich stattgefundenen Ortstermin konnten sich Fritz Irsigler als Geschäftsführer und Inhaber der heimischen Bauträgerfirma und GTU-Vorstand Thomas Stockerl von der funktionsgerechten Installation des Hausanschlusses in Form der Wärmeübergabestation im Technikraum des Kellers ein Bild machen.   
Der prognostizierte Wärmeverbrauch für die 580 Quadratmeter große Gesamt-Wohnfläche mit einem Anschlusswert von 30 Kilowatt beträgt rd. 45 Megawatt-Stunden (MWh) pro Jahr.
Durch die überwiegend aus Erdwärme gespeiste Fernwärme können rd. 5.000 Liter Heizöl bzw. Kubikmeter Erdgas eingespart werden. Immerhin werden dadurch ca. 7 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid CO2 vermieden.
Zum Vergleich: dies entspricht einer CO2-Emissionsbelastung eines Mittelklasse -PKW mit einer Fahrtstrecke von 58.000 Kilometern pro Jahr. 
Das neue Wohnhaus ist auch bei den sonstigen Aspekten der Umwelt- und Energienachhaltigkeit vorbildlich. Der Primärenergieverbrauch liegt bei dem sog. KfW-Effizienzhaus 70 mit homogenen Wärmedämmziegeln und Kunststoff-Fenstern mit 3-Scheiben-Verglasung sogar noch wesentlich unter dem nach aktueller Energieeinsparverordnung (EnEV) zulässigem Wert.
Die Eigentümer bzw. Mieter der Wohnungen können sich außer ihrer besonders umweltgerechten und damit sich wertsteigernden Wohnimmobilie aber auch langfristig im Vergleich zu einer Beheizung mit immer teurer werdenden Erdgas über günstigere Heizkosten freuen. Denn der Geothermie-Verbrauchspreis hängt nur zu 50 Prozent von der künftigen Gaspreisentwicklung ab, weil der weitaus größte teil der Heizwärme aus dem Thermalwasser im Erdinnern stammt.
Ein klarer Vorteil also auch für den Geldbeutel der Wohnungsbesitzer und damit Unterschleißheimer Bürger. Derzeit ist die Geothermie bei einer Vollkostenrechnung bereits rd. 4 bis 5 Prozent günstiger.