„Fühl Dich frei, sei dabei!“

Donnerstag, 19. Mai 2016

strahlender Sonnenschein und jede Menge glücklicher Kinder

Als Fortführung der Aktion „Verkehrte Welt“ vom vergangenen Jahr konnte auch in diesem Jahr am Freitag, dem 29.04.16, bei schönstem Wetter die Kooperation des Arbeitsbereiches Jugend und Soziales der Stadt, des städtischen Spielmobils und der Jugendsozialarbeiter der drei Grundschulen zum Thema „Fühl Dich frei - sei dabei!“ erfolgreich im Valentinspark umgesetzt werden.
Den Pädagogen war es ein Anliegen, den Blick von Eltern und Kindern verstärkt auf Zeit im Alltag und Freizeitinhalte zu richten: Wie viel Freizeit habe ich?  Was erlaube ich mir bzw. was darf ich in meiner Freizeit? Muss ich von einem Angebot zum Nächsten hecheln oder gibt es auch nicht verplante Zeiten? Trauen Eltern ihren Kindern unbeaufsichtigte Zeiteinheiten und entsprechenden Raum zu, weil dies sehr wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung ist? Darf ich auch heute noch die unglaublich notwendige Erfahrung machen, dass Langeweile die besten kreativen Prozesse in Gang setzt? Wie fühlt es sich für Eltern an, auf eine Auszeit für sich persönlich zu bestehen? Zu dieser Auseinandersetzung waren Grundschulkinder und deren Eltern herzlich eingeladen.
Am Elternstand wurden viele interessante und nachdenkliche Gespräche geführt. Eltern kamen miteinander durch von der Jugendsozialarbeit vorbereitete Statement-Karten zu Erziehungsfragen ins Gespräch.

Zudem hatte das Spielmobil jede Menge Ton dabei und bewusst getrennte Eltern- und Kindertische: Eltern brauchen Freiraum und auch Kinder im Grundschulalter können und sollen sehr wohl ohne Eltern angenehm Zeit verbringen. Jeder sollte den Nachmittag nach seiner Fasson gestalten können: Will ich töpfern? Wie viel oder wie lange will ich töpfern? Was will ich töpfern? Damit sich auch Eltern tatsächlich dem Werkstoff Ton entspannt widmen können, gab es noch einen betreuten Maltisch für kleinere Geschwisterkinder.
Der Zulauf, vor allem, beim Töpfern der Kinder war enorm. Die anwesenden Kinder arbeiteten eifrig drauf los; manch einer legte immer wieder Pausen ein, um dann weiter zu schaffen. Andere wollten lieber erst einmal nur zuschauen, einige gestalteten viel, andere lieber weniger. Erfreulich war, dass sich auch etliche Eltern gerne auf den Werkstoff Ton einließen.

Insgesamt ein wertvolles Angebot in einer immer mehr durchstrukturierten und verplanten Zeit.