Fortbildung zum Thema „Elterliche Partnerschaftsgewalt- ihre Auswirkungen auf die Kinder und mögliche Hilfen“

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Die pädagogischen Fachkräfte aus den Kindereinrichtungen der Stadt Unterschleißheim  nehmen den Kinderschutz in ihren Einrichtungen sehr ernst und folgten deshalb auch in größerer Zahl der Einladung der Stadt zur  Fortbildung, um Thema häusliche Gewalt möglichst früh und effizient zu begegnen.
Aufbauend auf die Interdisziplinären Arbeitskreise der Stadt Unterschleißheim konnte die Interventionsstelle des Landkreises München als Fachstelle zur Hilfe und Prävention bei häuslicher Gewalt ausführlich und anschaulich auf die Auswirkungen bei Kindern aufmerksam machen und informieren.
Bei häuslicher Gewalt geht es immer um Macht und Kontrolle und nicht um Streit auf gleicher Augenhöhe zwischen Erwachsenen.
Miterleben und Beobachten von bedrohlichen und gewalttätigen Situationen und Handlungen kann bei Kindern ebenso traumatische Erfahrungen auslösen wie direktes Erleben.
Die Teilnehmerinnen  tauschten sich zu folgenden Fragen aus:
„Was brauchen betroffene Kinder?“ ,
„Was kann ich tun, wenn ein Kind sich mir anvertraut?“,
„Wie handle ich im Verdachtsfall?“

Am 1. Januar 2002 ist das „Gesetz zur Verbesserung des zivilrechtlichen Schutzes bei Gewalttaten und Nachstellungen sowie zur Erleichterung der Überlassung der Ehewohnung bei Trennung“ in Kraft getreten.  Das darin enthaltene Gewaltschutzgesetz trägt dazu bei, dass Gewalt im häuslichen Bereich keine Familienangelegenheit mehr bleibt. Es schafft eine klare Rechtsgrundlage für Schutzanordnungen des Zivilgerichts.

Die Beratung der Interventionsstelle (kurz ILM) des Landkreises München ist kostenlos und unter der Telefonnummer 089-44 45 400 zu erreichen.