Förderprogramme der EU wenden sich auch an Vereine

Dienstag, 02. Juni 2009
Das Interesse an Europa stärken

Das Interesse an Europa stärken

Die Zahl der Städtepartnerschaften wächst nach wie vor. Die Unionsbürger zeigen Interesse am kulturellen Austausch mit ihren europäischen Nachbarn. Doch nicht nur Kommunen können sich an EU-Programmen beteiligen, die den europäischen Gedanken fördern, auch örtliche Bildungseinrichtungen sowie Vereine sind einbezogen. Von der EU mitfinanziert werden internationale Workshops, Seminare oder auch gemeinsame Veröffentlichungen.
Die Europäische Union (EU) verstehen zu lernen, heißt vor allem, Europa und seine Menschen kennen zu lernen. Die EU fördert aus diesem Grund seit vielen Jahren sehr erfolgreich Städtepartnerschaften. Regelmäßige Treffen kommunaler Vertreter sowie von verschiedenen Bürgergruppen vertiefen nicht nur das kulturelle Verständnis für das jeweils andere Land. Die langjährigen Kontakte führen bisweilen zu einer Beteiligung der Kommune oder auch lokaler Unternehmen an Forschungs- und Pilotprojekten, die von der EU finanziell unterstützt werden und an denen Partner aus mehreren Mitgliedstaaten beteiligt sind. Doch nicht nur Landräte, Bürgermeister und Kommunalpolitiker sind eingeladen, Europa und seine kulturelle Vielfalt in einem internationalen Rahmen zu entdecken. Auch Volkshochschulen, Vereine und sonstige örtliche Gruppen haben die Möglichkeit, sich mit finanzieller Unterstützung aus Brüssel der EU zu nähern. Das Programm dazu heißt "Europa für Bürgerinnen und Bürger ? zur Förderung einer aktiven europäischen Bürgerschaft". Es begann 2007 und endet am 31. Dezember 2013. Es hat ein Volumen von insgesamt 215 Millionen Euro und zielt laut Programmdefinition darauf ab, den Bürgerinnen und Bürgern der EU den Gedanken der europäischen Integration, die EU-Institutionen und die Politik der EU näher zu bringen. Förderwürdig sind zudem nicht nur Bürgerbegegnungen bei Städtepartnerschaften, sondern auch innovative Projekte zum Beispiel im Rahmen des Europäischen Jahres der Kreativität und Innovation 2009. Außerdem werden Organisationen der Zivilgesellschaft und Think-Tanks, also Forschungseinrichtungen, unterstützt, die sich mit Ideen und Überlegungen zu europäischen Themen beschäftigen. Sie können Strukturförderung in Form von Betriebskostenzuschüssen erhalten, die einen Teil ihrer laufenden Kosten abdecken. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung von Veranstaltungen, die dem Gedenken an historische Ereignisse gewidmet sind oder europäische Errungenschaften feiern. Ein vierter Förderschwerpunkt richtet sich auf das Wachhalten der europäischen Erinnerung. Die zuständige Kontaktstelle in Deutschland ist bei der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V., Haus der Kultur, Weberstr. 59a, in 53113 Bonn angesiedelt. Telefon: 0228 - 201 67-21, Fax: 201 67-32, E-Mail: ., Internet: www.kontaktstelle-efbb.de.
Hinweis:
Dieser Artikel stellt einen Service der Vertretung der Europäischen Kommission in München und des Europabüros der bayerischen Kommunen in Brüssel dar. Autor: Uwe Roth.