Erneuerbare Energie - Solarstrom in Unterschleißheim weiter auf dem Vormarsch

Montag, 06. Februar 2012
Auch das Gymnasium hat jetzt eine Photovoltaikanlage

Auch das Gymnasium hat jetzt eine Photovoltaikanlage

(v.l.n.r.) Schulleiter Direktor A. Hautmann, J. Vilgertshofer (Stadtwerke), stv. Schulleiterin Anna Karg zwischen den Umweltreferenten Dr. E. Kirchner und U. Piller und Erster Bürgermeister Rolf Zeitler auf dem Gymnasiumdach vor den Solarmodulen

(v.l.n.r.) Schulleiter Direktor A. Hautmann, J. Vilgertshofer (Stadtwerke), stv. Schulleiterin Anna Karg zwischen den Umweltreferenten Dr. E. Kirchner und U. Piller und Erster Bürgermeister Rolf Zeitler auf dem Gymnasiumdach vor den Solarmodulen

Bereits 2010 wurde anlässlich der energetischen Sanierung des Carl-Orff- Gymnasiums im Rahmen des staatlichen Konjunkturpakets II auch das Dach des Orff-Gymnasium umfassend saniert.
Im Vordergrund stand dabei auch schon die Überlegung zur Errichtung einer Photovoltaikanlage für die regenerative Stromerzeugung aus Sonnenenergie, um damit einen weiteren Baustein im Baukasten der lokalen Energiewende der Stadt Unterschleißheim zu setzen.
Deshalb beschloss damals die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Schulen, dem auch die Stadt angehört, auf Antrag der Schulleitung, die Dachsanierung so zu gestalten, dass eine spätere Installation einer Photovoltaikanlage ohne zusätzlichen Aufwand problemlos möglich sein sollte.
Allerdings sollte der Anlagenbetrieb nicht durch den Zweckverband als reiner Schulaufwandsträger selbst erfolgen.
Angedacht war zunächst als Bauherr und Betreiber ein von der Schule ins Leben gerufener Solarverein, der eine Bürgersolaranlage errichten wollte. Nachdem aber verschiedene rechtliche und finanzielle Aspekte, aber das Vorhaben wegen der bevorstehenden Absenkung der gesetzlich garantierten Förderung durch die Einspeisevergütung für den erzeugten Solarstrom unter erheblichen Zeitdruck stand, übernahmen die Unterschleißheimer Stadtwerke die Funktion des Anlageninvestors und Betreibers.
In einem sehr kurzen Zeitraum von nur drei Monaten installierten die Stadtwerke die rd. 275.000 € teure Photovoltaikanlage, die termingerecht Ende Dezember vergangenen Jahres ans Netz gehen konnte. Insgesamt wurden 413 Module auf einer Gesamtfläche von 700m² errichtet.
Das mittlerweile dritte in Betrieb genommene Solarkraftwerk der Stadtwerke hat eine Leistung von 99kWp und produziert 97.000 Kilowattstunden (kWh) sauberen, treibhausgasfreien und damit umweltfreundlichen  Strom aus Sonne, was dem jährlichen Stromverbrauch von immerhin rund 25 Haushalten entspricht. Gut 60 Tonnen an Klima schädlichem Kohlendioxid werden jährlich eingespart.
Bei einem kürzlich stattgefundenen Ortstermin auf dem Dach des Gymnasiums besichtigten Erster Bürgermeister und Verbandsvorsitzender Rolf Zeitler mit den Umweltreferenten des Stadtrates sowie den Stadtwerken und die Schulleitung des Gymnasiums die neu installierte Anlage, die übrigens mittels einer Schautafel auf dem Schulgelände pädagogischen Unterrichtszwecken für die Schule dient.  
Erster Bürgermeister Rolf Zeitler bedankte sich bei allen Beteiligten für ihren großen Einsatz zum Gelingen dieses Umweltprojektes und insbesondere bei dem P-Seminar des Carl-Orff-Gymnasiums, dessen Teilnehmer mit großem Einsatz viel Vorarbeit geleistet haben und damit auch Wegbereiter für die Photovoltaikanlage waren.