Erlebnisreiche Tage in unserer ungarischen Partnerregion Zengöalja

Montag, 07. November 2011

Rund 70 Teilnehmer nahmen dieses Jahr an der Partnerschaftsreise in unsere Partnerregion "Zengöalja" teil. Überpünktlich reiste der Bus am 12. Oktober an und die Wiedersehensfreude mit den ungarischen langjährigen Freunden war groß, denn die Unterschleißheimer wurden mit großer Herzlichkeit empfangen! Nach einem ungarischen Willkommens-Essen und Weinverköstigung war der Grundstein für die schönen und harmonischen Tage zum Kastanienfest gelegt.
Gleich am ersten Tag machte die Gruppe einen Ausflug nach Bikal, in einen Erlebnispark. Bikal ist der erste Themenpark in Ungarn. Hier lebt das mittelalterliche Ungarn auf einzigartige Weise, durch Mitwirkung von Handwerkern, Schauspielern, kampferprobten Rittern und Bogenschützen, sowie geübten Falknern wieder auf. Das Mittagessen wurde im beeindruckenden Rittersaal eingenommen. Nach der mittelalterlichen Stärkung folgte ein zeitgenössisches Ritterturnier mit vielen sehenswerten Schlachtszenen. Viel zu schnell ging der Tag im Park zu Ende.
Am nächsten Tag stand etwas Bewegung beim Wandern durch das Mecsek-Gelände auf dem Programm.  Da es die Ungarn wohl gut meinten und sich in der Länge der Streckenführung verschätzten, wurde die Wanderung vorher abgebrochen und die restliche Strecke mit dem Bus zurückgelegt. An einer Jagdhütte umgeben von Kastanien stand dann das traditionelle Kesselgulasch schon für die hungrigen Mägen bereit.
Am Abend wurde die Gruppe nach Pécsvárad zum kleinen Kastanienfest in die Burg eingeladen. Aber auch Tanz- und Gesangsunterricht standen auf dem Programm. Lustig und turbulent ging es beim Erlernen des Czarda-Tanzes zu. Als dann die Frauen noch alte und kostbare Trachten anziehen durften, war das Gefühl von ungarischem Temperament voll und ganz zu spüren. 
Natürlich besuchten wir auch Pécs mit der interessanten Führung durch unsere liebe ungarische Partnerin und Organisatorin der Besuchswoche, Liska Kófias.
Pecs ist bereits im 3. Jh. gegründet worden und war 2010 Europäische Kulturhauptstadt. Die fünftgrößte Stadt Ungarns mit mediterranem Flair fasziniert immer wieder mit ihren großartigen Bauwerken, wie dem Dom, die Synagoge, die bischöflichen Residenz, das Theater, die Post und vielem mehr. Aber auch nur Bummeln und gemütliches Kaffeetrinken lädt hier zum entspanntem Verweilen ein.
Nachmittags in Pécsvárad beim Mädchenmarkt, dem Hauptziel der Reise, wurden die Augen der Teilnehmer mit farbenprächtigen Trachten und vor Temperament und Lebensfreude strahlenden Tänzerinnen und Tänzern verwöhnt. Auf dem traditionellen Markt unterhalb der Burg und der Kirche von Pécsvárad gab es außer Kastanien in allen Formen der Verarbeitung auch viele typische kunsthandwerkliche Dinge zu kaufen, wie Blumen aus Maiskolbenblätter, Körbe, Keramik, Stickereien und vieles mehr.
Am Abend musste dann schon wieder Abschied genommen werden. Nach einer kleinen Besichtigung des Ofaluer Kindergartens, folgte ein wunderbarer, stimmungsvoller und schon traditioneller Abend im Kulturhaus von Ofalu. Für alle war die Zeit mit den vielen wunderschönen Eindrücken wieder viel zu schnell vergangen. Viele planten bereits die nächste Fahrt und schmiedeten Zukunftsperspektiven für die weitere Stärkung der ausgezeichneten ungarischen Partnerschaft.