Ein in vielerlei Hinsicht nachhaltiger sowie umwelt- und energieeffizienter Neubau

Dienstag, 06. Dezember 2011
Neues Kinderhaus Champini wird mit Klima schonender Geothermie beheizt

Neues Kinderhaus Champini wird mit Klima schonender Geothermie beheizt

v.l.n.r.) Georg Rac (Champini), Thomas Stockerl (GTU AG) und Gerhard Bauer (ITW GmbH) im Technikraum des neuen Kinderhauses freuen sich über die ordnungsgemäß funktionierende Übergabestation für die geothermische Fernwärmeversorgung

v.l.n.r.) Georg Rac (Champini), Thomas Stockerl (GTU AG) und Gerhard Bauer (ITW GmbH) im Technikraum des neuen Kinderhauses freuen sich über die ordnungsgemäß funktionierende Übergabestation für die geothermische Fernwärmeversorgung

Voller Vorfreude blickt die Stadt Unterschleißheim auf die Baustelle zwischen Stadionstraße und Freizeitbad aquariush, auf der derzeit das neue 5. Kinderhaus Tag für Tag mit großen Schritten seiner Baufertigstellung entgegensieht. Wenn alles weiter planmäßig wie bisher verläuft, können es die kleinsten Unterschleißheimer Bürgerinnen und Bürger sowie der Nachwuchs der in Unterschleißheim beschäftigten Eltern termingerecht im Frühjahr nächsten Jahres in besitz nehmen.
Die Stadt und deren Eigengesellschaft GTU Geothermie AG freuen sich aber auch über die sicherlich kluge Entscheidung des privaten Bauherrn und späteren Trägers dieser innovativen und auf Sport- und Bewegungspädagogik spezialisierten Kinderbetreuungseinrichtung Champini, den Neubau an die energieeffiziente und damit Klima schonende Fernwärmeversorgung der Unterschleißheimer Geothermie anzuschließen.
Bei einem kürzlichen Ortstermin konnten sich Georg Rac von der Geschäftsführung Champini, Geschäftsführer Gerhard Bauer von ITW als Servicepartner der GTU AG für technische Kundenbetreuung und GTU-Vorstand Thomas Stockerl von der Installation des Hausanschlusses ein Bild machen.   
Der prognostizierte Wärmeverbrauch für die rd. 1.100 Quadratmeter große Heizfläche mit einem Anschlusswert von 50 Kilowatt beträgt rd. 70 Megawatt-Stunden (MWh) pro Jahr. Durch die überwiegend aus Erdwärme gespeiste Fernwärme können rd. 8.000 Liter Heizöl bzw. Kubikmeter Erdgas im selben Volumen vermieden werden. immerhin können dadurch ca. 12 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid CO2 vermieden werden. Zum Vergleich: dies entspricht einer CO2-Emissionsbelastung eines Mittelklasse -PKW mit einer Fahrtstrecke von 100.000 Kilometern pro Jahr. 
Auch bei den sonstigen Aspekten der Umwelt- und Energienachhaltigkeit ist der Neubau des Kinderhauses besonders vorbildlich. Der Primärenergieverbrauch liegt sogar noch um über 60 % unter dem nach Energieeinsparverordnung (EnEV) zulässigem Wert. Rein aus dieser Tasache einer gegenüber den Mindestforderung verbesserten Technik und Dämmung werden alleine schon jährlich rund 51 Tonnen CO 2 eingespart.
Durch den Einbau von großzügigen Glas-Pyramiden, die Tageslicht über Galerien bis in die Mitte des Erdgeschosses führen, wird eine Menge an elektrischer Beleuchtung eingespart.
Auch die Gesundheit der Kinder profitiert von der besonderen Ökologie und Nachhaltigkeit des Neubaus.
So werden durch ausschließliche Verwendung schadstofffreier Baustoffe keinerlei schädliche Formaldehyde, Lösemittel, Fungizide, Pestizide, Feinstäube, Pilze, Sporen in das Gebäude eingetragen und damit Umweltkrankheiten vorgebeugt.
90% der Baumaterialien stammen aus nicht aus energieintensiven Industrieprodukten, sondern sind reine Naturprodukte.
Wichtig ist Champini auch die Umweltpädagogik für die Kinder. Denn sie haben ein Gespür für ihre Umwelt und nehmen sie intensiv mit allen Sinnen wahr.
Die Verwendung natürlicher Baustoffe mit unverfälschten Oberflächen wie zum Beispiel Holzstützen aus ganzen gewachsenen Baumstämmen und Innenwänden aus sichtbarem, massivem Holz soll mit allen Sinnen für sie erfahrbar machen, dass das Kinderhaus mit Originalbauteilen aus dem Baukasten der Natur gemacht ist, und durch diese bewusste Wahrnehmung dazu beitragen, dass Kinder erfahren, wie wichtig eine gesunde Umwelt ist.