Ein ganzes Defibrillatoren-Netz für Unterschleißheim und Riedmoos

Mittwoch, 11. Dezember 2013
Stadt investiert in lebensrettende Geräte für Wiederbelebungen

Stadt investiert in lebensrettende Geräte für Wiederbelebungen

Der Herzstillstand ist eine Situation, die von einem Sekundenbruchteil auf den nächsten kommt. Die Wiederbelebung ist dann auch ein Wettlauf gegen die Zeit. Genau dafür installiert die Stadt nun ein Defibrillatoren-Netz bei Kosten von 246.000 Euro.

Von 2011 bis 2013 verzeichneten die First Responder der Feuerwehr Unterschleißheim in Unterschleißheim/Lohhof 133 sowie in Riedmoos fünf Einsätze, bei denen Passanten mit einem Defibrillator erste Hilfe hätten leisten können. In jedem einzelnen dieser Fälle können wenige Sekunden über Leben und Tod entscheiden. Deshalb bastelte ein Arbeitskreis mit Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr, der Bereitschaft des Roten Kreuzes sowie der ärztliche Leiter der First Responder an einem Konzept für Unterschleißheim.

Dieser nun vom Hauptausschuss sowie dem Stadtrat einstimmig genehmigte Plan sieht zwölf Standorte vor, an denen Säulen mit Defibrillatoren errichtet werden. Diese lebensrettenden Geräte sind dann 24 Stunden am Tag zugänglich.

Folgende Standorte sind vorgesehen:
• Unterschleißheimer See,
• Ballhausforum,
• Sportpark Riedmoos,
• Begegnungszentrum Pegasusstraße / S-Bahnhof Unterschleißheim,
• Sehbehindertenzentrum / Michael-Ende-Schule,
• Therese-Giehse-Realschule / Carl-Orff-Gymnasium,
• Hans-Bayer-Stadion,
• S-Bahnhof Lohhof,
• Haus der Vereine / Grundschule Johann-Schmid-Straße,
• Rathausplatz,
• Feuerwehrhaus Unterschleißheim und
• Bezirksstraße.

Mit der Aufstellung einher gehend soll die Bevölkerung in einer großen Kampagne für dieses Thema sensibilisiert werden. Die Öffentlichkeitsarbeit umfasst auch ein Schulungskonzept für Bürger, insbesondere Vereine und Organisationen. Das Rote Kreuz in Unterschleißheim wird in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr die Schulungen durchführen. Diese Unterrichtungen für die Nutzung des Defibrillators im Ernstfall sind für den Bürger dann kostenfrei. Der genaue Ablauf und die Termine für das Schulungskonzept werden gesondert bekanntgegeben.