Der große Graben ist Geschichte - Feierliche Eröffnung der Straßenunterführung

Donnerstag, 18. Juni 2015

E. Brzosa als Vertreter der DB AG, stellv. Landrätin A. Ganssmüller-Maluche und 1. BGM Böck durchschneiden das rote Band

Es war ein durchaus emotionaler Moment, als Erster Bürgermeister Christoph Böck, Erich Brzosa von der DB Netz AG und stellvertretende Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche am Samstag, den 13.06.15, binnen Sekunden das Band zerschnitten und die neue Unterschleißheimer Straßenunterführung mit einem Schnipp feierlich eröffneten. Kein Wunder - denn ganze 30 Jahre hatte es gedauert bis die Trennung der beiden Ortsteile Lohhof und Unterschleißheim nun Geschichte geworden ist. 

Die über drei Jahrzehnte andauernden Diskussionen und die damit anhaltende Trennung von Lohhof und Unterschleißheim durch den Bahnübergang zwischen Bezirksstraße und Hauptstraße, inspirierten Ersten Bürgermeister Böck, seine Eröffnungsrede an den Asterix-Band „Der große Graben“ anzulehnen. Über Jahre hätte nicht nur die Bahnlinie das Dorf getrennt, sondern auch die Uneinigkeit darüber, wie die Trennung zu überwinden sei.

Böck zeigte sich glücklich darüber, dass der große Graben des Disputs nun endlich zugeschüttet sei und lästige Wartezeiten und Staus ein für alle Mal passé seien. Erfreulich und für ein Bauprojekt dieser Größenordnung besonders war auch die früher als erwartete Fertigstellung des Vorhabens nach nur rund 16 Monaten. Die Kosten belaufen sich auf rund 11,6 Millionen Euro, die sich die DB Netz AG, die Stadt Unterschleißheim sowie die Bundesrepublik Deutschland teilten. Dass das Projekt nun nach drei Jahrzehnten realisiert werden konnte, ist nicht zuletzt auch dank der intensiven Vorarbeit von Altbürgermeister Rolf Zeitler und des Stadtrates möglich geworden, die das Vorhaben auf den Weg gebracht haben.

Rund 1.500 Unterschleißheimer ließen es sich nicht nehmen, diesen ohne Zweifel historischen Moment mitzuerleben. Bei Freibier und Schweinsbraten wurde gemeinsam der Aufbruch in ein neues Zeitalter gefeiert. Auch für die kleinen Besucher war mit einem bunten Kinderprogramm des Kindergartens Rappelkiste gesorgt. Die Unterschleißheimer Stadtkapelle sorgte mit zünftiger Musik für die musikalische Umrahmung. Evangelische Pfarrerin Karin Kittlaus sowie katholischer Pfarrer Johannes Streitberger segneten in einer ansprechenden Zeremonie die neue Unterführung, damit sie unfallfrei bleibt.

In Zusammenarbeit mit der DB wurde dann am Montagvormittag die Bahnschranke endgültig für den Straßenverkehr geschlossen und die Straßenunterführung geöffnet. Erster Bürgermeister Böck ließ es sich nicht nehmen, selbst mit anzupacken und die Sperren auf der Straße beiseite zu räumen. Die erste Autofahrerin, die die Straßenunterführung durchfuhr, war Hannelore Widmann, die seit langem sehnsüchtig auf die Unterführung wartete. Kurz darauf rollte der Verkehr durch die Unterführung. Ab sofort ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt dadurch entlastet.