Delegation aus Krasnojarsk zu Gast

Montag, 01. Dezember 2008
Unterschleißheim baut Kontakte nach Russland aus

Unterschleißheim baut Kontakte nach Russland aus

Auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Krasnojarsk und Unterschleißheim freuen sich (v.l.n.r.) Viktor Reshetko (Spezialist der Abteilung für internationale Beziehungen), Alexander Botov (General Director SVM Company), Theodor Pregler (Zweiter Bürgermeister Unterschleißheim), Wassilij Kuimow (Vize-Bürgermeister Krasnojarsk), Rolf Zeitler (Erster Bürgermeister Unterschleißheim), Christoph Böck (Dritter Bürgermeister Unterschleißheim), Klaus Jasper (Senior Advisor Global Think Tank Ltd. & Co. KG) und Victor Ganzha (TU München und ICU-Mitglied).

Auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Krasnojarsk und Unterschleißheim freuen sich (v.l.n.r.) Viktor Reshetko (Spezialist der Abteilung für internationale Beziehungen), Alexander Botov (General Director SVM Company), Theodor Pregler (Zweiter Bürgermeister Unterschleißheim), Wassilij Kuimow (Vize-Bürgermeister Krasnojarsk), Rolf Zeitler (Erster Bürgermeister Unterschleißheim), Christoph Böck (Dritter Bürgermeister Unterschleißheim), Klaus Jasper (Senior Advisor Global Think Tank Ltd. & Co. KG) und Victor Ganzha (TU München und ICU-Mitglied).

Eine Partnerschaft auf den Gebieten der Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und Kultur zu entwickeln und auszubauen, ist der Inhalt der Absichtserklärung zwischen der Stadt Krasnojarsk und Unterschleißheim.
Am 11. November wurde das Papier von Herrn Kuimow, Vizebürgermeister von Krasnojarsk, und Ersten Bürgermeister Rolf Zeitler unterschrieben. Zwei Vorhaben sollen ganz konkret umgesetzt werden: Das Projekt "Solarcluster" und "Nördliche Luftbrücke" stehen ganz oben auf der Tagesordnung. Die Suche nach interessierten Firmen, Studenten und Fachkräften soll zum Gelingen beitragen.

Kuimow kam in Begleitung einer kleinen, ausgewählten Delegation nach Unterschleißheim. Hier erwartete die Gäste ein dicht gefülltes Arbeits- und Besuchsprogramm. Mehrere Gespräche fanden im Unterschleißheimer Rathaus statt. Hier ging es primär um das gegenseitige Kennenlernen. Die Besucher aus Russland stellten den Vertretern Unterschleißheims, darunter auch Zweiter Bürgermeister Theodor Pregler und Dritter Bürgermeister Christoph Böck, ihre Stadt vor. Das 380 Jahre alte Krasnojarsk ist Sibiriens älteste Stadt und hat knapp 1 Million Einwohner. Neben der zentralen sibirischen Hochschule mit über 110.000 Studenten, fünf weiteren modernen Hochschulen (Fachbereiche Holz, Biotechnologie, Welt- und Kosmosforschung) bietet die Stadt auch in kultureller Hinsicht einiges. Zwei Kulturhochschulen, ein Kunstinstitut, fünf Theater, eine Theaterakademie, eine über 100 Jahre alte und sehr bekannte Malerschule und 12 Musikschulen findet man in Krasnojarsk. Den wirtschaftlichen Schwerpunkt bilden ein weltbekanntes Aluminiumwerk, die Gewinnung von Gold und Platin, die Herstellung von Satelliten, Sputniks und Solarbatterien. Ca. 200.000 Beschäftigte arbeiten in der Gas- und Erdölgewinnung. Damit die Gäste auch unsere Stadt kennenlernen konnten, gab es ein ausführliches Besuchsprogramm. Auf dem Plan standen dabei das Heimatmuseum, die Besichtigung eines Kinderhauses, des Gymnasiums und des Seniorenheimes. Ein Termin im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung und im Bayerischen Wirtschaftsministerium war ebenso auf der Tagesordnung wie der Besuch des Klinikums in Großhadern.

Der Vize-Bürgermeister Kiumov beschrieb im Anschluss Unterschleißheim als ein sehr beeindruckendes Innovationszentrum und freut sich auf ein harmonisches Klima bei der Zusammenarbeit. Geplant ist auch, ein Verbindungsbüro von Krasnojarsk in Unterschleißheim einzurichten. Um die Partnerschaft mit Leben zu erfüllen, lud der Vize-Bürgermeister von Krasnojarsk Rolf Zeitler schon jetzt für das nächste Frühjahr nach Sibirien ein.