Beratungsstelle Wohnen: Wenn Stufen im eigenen Heim zum Hindernis werden

Montag, 29. Dezember 2015

Der gemeinnützige Verein Stadtteilarbeit berät auch im neuen Jahr wieder im Auftrag des Landkreises München in Fragen der altersgerechten Wohnanpassung. Jeden ersten Donnerstag im Monat bietet der Verein zwischen 14 und 16 Uhr eine Sprechstunde zur Wohnberatung im Rathaus Unterschleißheim an. Der nächste anstehende Termin wird Donnerstag, der 08.01.2015, sein. Die Erstberatung ist für Bürgerinnen und Bürger der Landkreisgemeinden kostenlos.

Tagein tagaus überwinden wir eine Menge Stufen und Schwellen, ganz ohne darüber nachzudenken. Auch die meisten Wohnungen / Häuser haben zahlreiche Türschwellen und ein Treppenhaus, über das man zu den Zimmern im Obergeschoss gelangt. Was aber, wenn Stufen und Schwellen plötzlich doch ein Hindernis darstellen, weil man durch eine Krankheit stark geschwächt ist, eine Behinderung hat oder im Alter die Mobilität allgemein nachlässt? Hier finden Sie eine Übersicht kleinerer und größerer Maßnahmen, die das Überwinden der Stufen im Innenbereich erleichtern. Beginnen wir mit den kleinen, aber leider oft zu Stürzen führenden Türschwellen: Für Menschen mit Geheinschränkung besteht die Gefahr, darüber zu stolpern und für Rollstuhlfahrer sind sie teils schwer überwindbare Hürden.

Zur Lösung des Problems gibt es zwei gängige Möglichkeiten: Sie heben das Bodenniveau des Flures so weit an, dass sich Schwellen nivellieren oder aber sie lassen sich kleine Schwellenkeile von einem Schreiner maßanfertigen, die fest montiert werden. Damit die Türe weiterhin geschlossen werden kann, muss ggf. das Türblatt gekürzt werden.

Ein größeres Problem stellen Treppen ins Obergeschoss oder in den Keller dar. Die kleinste, aber häufig schon sehr hilfreiche Maßnahme für Personen, die zu Fuß unterwegs sind, ist das Anbringen von Handläufen, so dass man sich beidseitig - oder wenn man eine "kräftigere Seite" hat mit dieser beim Rauf- und Runtergehen - festhalten kann. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass die Treppenstufen nicht als Ablage- oder Staufläche dienen, um zusätzliche Stolperfallen zu vermeiden.

Wenn das Gehen insgesamt zu mühsam oder zu instabil wird, ermöglichen zum Beispiel Treppensitzlifte geheingeschränkten Menschen das gefahrlose Überwinden von Treppen. Sie können in beinahe jedes Treppenhaus eingebaut werden. Aber Vorsicht: da sie fast immer maßangepasst werden müssen, sollte man immer eine Fachfirma beauftragen. So ist gewährleistet, dass der Lift fachgerecht eingebaut wird und Sie eine Einführung in die Technik erhalten. Holen Sie immer Vergleichsangebote ein, sprechen Sie die Wartungskosten an und prüfen Sie vor Beauftragung, ob Sie Anspruch auf Zuschüsse von der Pflegekasse, dem Bayerischen Wohnraumfördergesetz oder anderen regionalen Förderprogrammen haben. Treppenlifte sind keine günstige Anschaffung, aber mit dem Einbau kann oft ein sonst nötiger Umzug verhindert und der Verbleib in den eigenen vier Wänden gesichert werden
Kontaktadresse:
Stadtteilarbeit e.V. * Beratungsstelle Wohnen
Aachener Str. 9 * 80804 München
Tel. 089 / 357043-0
www.beratungsstelle-wohnen.de

Die nächsten Sprechstunden im Rathaus Unterschleißheim (1. OG, Zimmer 102) finden statt am:
08.01.2015 / 05.02.2015 / 05.03.2015 / 02.04.2015 / 07.05.2015 / 11.06.2015 / 02.07. 2015