Bahnübergang Bezirksstraße

Montag, 20. Oktober 2008
Ringen um die beste Lösung

Ringen um die beste Lösung

Nach dem Aus für den Transrapid prüft nun das Bayerische Wirtschaftsministerium alternative Anbindungen an den Flughafen München. Das Ministerium hat signalisiert, dass dieses Gutachten erste Ergebnisse am Jahresende, eine abschließende Beurteilung im Sommer 2009 bringen wird. Die Bürgermeister der NordAllianz haben sich schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt mit einem gemeinsamen Schreiben an das Ministerium gewandt und eine Beteiligung der bei den weiteren Planungen betroffenen Kommunen eingefordert. Darüber hinaus haben die Rathauschefs der NordAllianz auch die Einberufung einer regionalen Verkehrskonferenz angeregt. Erst wenn eine Flughafenanbindung und damit einhergehend ein weiterer Gleisausbau auf der Stammstrecke in unserem Stadtgebiet von Bahn und Freistaat tatsächlich ins Auge gefasst wird, wären entsprechende Forderungen der Stadt Unterschleißheim hinsichtlich eines besseren Lärmschutzes oder gar der Verlegung der Gleise in einen Tunnel oder Trog realistisch oder sinnvoll. Nur dann müssten zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen und das Problem der Bahnquerung von dort realisiert werden. Weil es deshalb derzeit nicht Ziel führend wäre, einen Tunnel respektive Trog zu fordern, hat der Stadtrat in seiner Oktobersitzung den Antrag auf offizielle Forderung nach einem Tunnel als völlig wirkungslos abgelehnt. Grundsätzlich hat sich die Stadt für die Lösung der momentanen Situation am Bahnübergang neben der Straßenunterführung auch die Option eines Tunnels oder Troges offen gehalten. Weil aber zeitlich nicht abgeschätzt werden kann, wann eine Tunnellösung überhaupt realisierbar sein könnte, möchte die Mehrheit des Stadtrates die schneller realisierbare Variante weiter planen: Die Straßenunterführung. Um für den Falle des Scheiterns einer Tunnellösung keine wertvolle Zeit zu verlieren, hat im September der Bauausschuss beschlossen, eine Planungsvereinbarung zwischen der Stadt und der DB Netz AG abzuschließen. Hierin ist geregelt, welche Maßnahmen zu planen sind und wer welche Kosten trägt ? auch für den Fall, dass eine Vertragspartei von den Planungen Abstand nimmt. Somit ist dafür Sorge getragen, dass die Straßenunterführung vorangetrieben wird, gleichzeitig die theoretische Chance für eine Tunnel-/Troglösung offen gehalten wird.