Elterliche Partnerschaftsgewalt - ihre Auswirkungen auf die Kinder sowie mögliche Hilfen

Donnerstag, 16. März 2017

Am Dienstag, dem 07.03.2017, veranstaltete der Arbeitsbereich Jugend & Soziales der Stadt Unterschleißheim hierzu eine entsprechende Fachveranstaltung im JugendKulturHaus Gleis1, an der über 40 pädagogische Fachkräfte aus den einschlägigen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe vor Ort teilnahmen.
Als Referentinnen konnten zwei Mitarbeiterinnen der Interventionsstelle des Landkreises München dafür gewonnen werden. Die Fachstelle zur Hilfe und Prävention bei häuslicher Gewalt gibt es nun seit fünf Jahren. Sie bietet vielen Betroffenen, meist Frauen, die Opfer von häuslicher Gewalt sind, Hilfe und Unterstützung. Neben der Erläuterung der Grundlagen, wie Definition, Folgen und Formen von häuslicher Gewalt wurden die Dynamik und Gewaltspirale, die in Gang kommen, ausführlich beschrieben.
Die Teilnehmerinnen beschäftigten sich mit der Frage: „Warum bleiben viele so lange - welche Wege führen aus der häuslichen Gewalt“. Anschließend wurde der Focus auf Kinder im Kontext der häuslichen Gewalt  und deren (Mit-) Erleben und die Auswirkungen auf diese gerichtet.

Nach einer kurzen Pause fand der fachliche Austausch dahingehend statt, was betroffene Kinder brauchen und wie sich eine pädagogische Fachkraft verhält, wenn sich ihr ein Kind anvertraut. Welche Indikatoren gibt es und welche Möglichkeiten und Pflichten entstehen.

Inzwischen gibt es auch seit gut einem Jahr eine Männerberatung im Landkreis München (MILK), die sich an Männer richtet, die ihrem Partner körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt angedroht haben oder bereits gewalttätig geworden sind.

Die Beratungsstelle der Interventionsstelle, kurz ILM des Landkreises München ist kostenlos und unter der Telefonnummer 089-44 45 400 zu erreichen.