Ab neuer Fahrplanperiode Dezember 2010

Dienstag, 18. Mai 2010
Angebotsverbesserung durch Erweiterung der Buslinie 219 B

Angebotsverbesserung durch Erweiterung der Buslinie 219 B

Täglich nutzen rund 1.000 Personen die Buslinien in Unterschleißheim. Das ist im Vergleich zu Zählungen im Jahr 2003 eine Verdoppelung der Nutzer. Ein ständig verbessertes Angebot hat sicher dazu beigetragen, wofür die Stadt enorme Finanzmittel aufbringt. Ein weiterer Meilenstein in diese Richtung ist die neueste Entscheidung der Stadt, die bisherig von und ins Gewerbegebiet fahrende Buslinie 219 B erheblich zu erweitern und damit durch zusätzliche Haltestellen die Anbindung mit dem öffentlichen Personennahverkehr in unserer Stadt nochmals deutlich zu verbessern. Die Stadt lässt sich   diesen zusätzlichen Service rund 1,1 Millionen Euro an Betriebskosten im gesamten vierjährigen Erprobungszeitraum kosten. Weitere ca. 325.000 Euro werden in die Errichtung der zusätzlichen Haltepunkte investiert. 

Der Umwelt- und Verkehrsausschuss hat als zuständiges Gremium für die Linienführung grundsätzlich beschlossen, die Buslinie 219 B wesentlich zu erweitern. Auch der Hauptausschuss, der aus finanzieller Sicht dieses Thema behandelt hat, hat ebenfalls diesem Vorhaben sein Plazet gegeben. Letztendlich stimmte auch der Stadtrat der Bereitstellung dieser beträchtlichen Finanzmittel zu.

Der bisherige Rundkurs zwischen den beiden S-Bahnhöfen durchs Gewerbegebiet bleibt bestehen. Auch die bisherigen Haltestellen auf diesem Teilstück bleiben erhalten. Nach dem Halt auf der Westseite der Bahnlinie fährt der Bus 219 B dann als Neuerung weiter über den Münchner Ring, den Margaretenanger und die Feldstraße auf die Südliche Ingolstädter Straße zum Bahnhof Lohhof. Damit sind vor allem neue, bislang mit dem Bus nicht angebundene Bereiche erschlossen, wie z.B. der Waldfriedhof, das künftige Seniorenheim an der Feldstraße, die neuen Wohngebiete in Hollern sowie der Lohwald am Kreisverkehr, ehe dann der Bus zum Bahnhof Lohhof und in der Gegenrichtung wieder zurückfährt, allerdings dann direkt von der Südl. Ingolstädter Straße in den Münchner Ring ohne die Verschwenkung in die Feldstraße und Margaretenanger.
In diesem Zusammenhang sind auch Anregungen von Anwohnern der Feldstraße diskutiert worden, die eine Linienführung komplett nur über den Münchner Ring und die Südl. Ingolstädter Straße bevorzugt hätten. Letztendlich wurde die Planung vom Stadtrat beibehalten, weil damit das neue Seniorenwohnheim direkt angebunden und den Senioren sinnvoller Weise ein längerer Fußweg zu Haltestellen am Münchner Ring oder in der Ingolstädter Straße erspart werden kann.
Während des Erprobungszeitraumes sollen nun Erfahrungen gesammelt und ausgewertet werden, sodass die Linienführung später immer noch optimiert werden kann. Der Bus fährt dann im 20-Minuten-Takt, nachdem im Vorfeld in Kooperation mit dem MVV auch ein 10-Minuten-Takt geprüft wurde. Wesentliche Vorteile sind dabei aber nicht erkennbar, weil der Bus primär in seiner Frequenz auf den 20-minütigen S-Bahn-Takt abgestimmt ist. Die Kosten wären allerdings enorm höher, was in keiner sinnvollen Relation zum geringen Nutzwert steht. Die neue Linienführung, mit der auch eine Umbenennung in die Buslinie 215 einhergeht, ist für den kommenden Fahrplanwechsel ab Mitte Dezember 2010 vorgesehen. Danach läuft die 4-jährige Erprobungsphase, an deren Ende sich dann entscheidet, ob der Landkreis dauerhaft die Angebotsausweitung in seine Kostenträgerschaft übernimmt.