6-spuriger Ausbau der Autobahn A 92

Dienstag, 06. Mai 2008
Stadt fordert zwei neue Anschlussstellen

Stadt fordert zwei neue Anschlussstellen

Bereits 1989 wurde ein Raumordnungsverfahren für zwei weitere Anschlussstellen an der Autobahn A92 positiv beurteilt. Eine zusätzliche Anbindung sollte dabei im Bereich Mittenheim, eine weitere südlich von Oberschleißheim errichtet werden. Ergebnis des Verfahrens war auch, dass nur beide Vorhaben gemeinsam sinnvoll sind und die gewünschte verkehrliche Entlastung bringen würden. Denn nur dadurch könnte sich die Verkehrsbelastung umfassend für Ober- und Unterschleißheim nach mehrheitlicher Meinung der Stadträtinnen und Stadträte spürbar verringern. In diesem Fall würde der überörtliche Fernverkehr aus Richtung Nürnberg und Flughafen nach München sowie aus den nördlichen Stadtteilen von München mit umgekehrter Zielrichtung eine durchgängige Autobahnverbindung auf der A 92 zu Verfügungen haben, ohne wie bisher durch beide Orte fahren zu müssen. Damit könnte der rein innerörtliche Durchgangsverkehr durch Ober- und Unterschleißheim ohne Quell- und Zielfunktion und die damit verbundenen Lärmemissionen und Verkehrsbeeinträchtigungen vermeiden werden. Darin sind sich die Stadt Unterschleißheim und die Gemeinde Oberschleißheim einig. Warum die beiden raumgeordneten Anschlussstellen nun nicht beim anstehenden Planfeststellungsverfahren zum 6-spurigen Ausbau der Autobahn enthalten sind, wurde den beiden Kommunen seitens der Autobahndirektion mit dem außerordentlichen Ausbaubedarf und der Dringlichkeit der Maßnahme begründet. Bis zur Inbetriebnahme der dritten Startbahn nämlich sollte die Autobahn ausgebaut sein. Die Stadt hat nun in einer dringlichen Stellungnahme an die Autobahndirektion gefordert, das damalige Ergebnis des Raumordnungsverfahrens bei den aktuellen Planungen zwingend zu berücksichtigen. Nur auf dieser Weise kann die Verkehrssituation im Lebens- und Wirtschaftsraum des Münchner Nordens, insbesondere in Ober- und Unterschleißheim, wesentlich positiv beeinflusst werden, um den unnötigen Durchgangsverkehr ein für allemal aus beiden Orten fernzuhalten. Die Stadt wird sich weiterhin vehement für dieses Ziel einsetzen und nichts in ihrem Bemühungen unversucht lassen.